Fahren mit DCC (Roco Z21) und Melden/Schalten mit SX (ZS2 oder FCC)

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GianB
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Fahren mit DCC (Roco Z21) und Melden/Schalten mit SX (ZS2 oder FCC)

Beitrag von GianB » 25. April 2019, 11:14

Liebe Kollegen,

An meinen beiden Testkreisen in der Wohnung nutze ich zum Fahren seit einiger Zeit eine Roco Z21 Zentrale. Zum Melden und Schalten kommt, mit je 4-Besetztmeldern und Blöcken, eine D&H FCC zum Einsatz.

Ich kann aber jederzeit mit kurzem Umstecken und Umstellen in iTrain auch alles über die Stärz ZS2 oder die D&H FCC steuern. So kann ich da iTrain mit verschiedenen Zentralen testen.

Da ich aber, wenn ich an Loks einen Service mache, Testfahrten ohne iTrain machen will (also den PC nicht starten muss), ist die Z21 von Roco die ideale Zentrale, da sie optimal mit meinen Roco MultiMäusen und vor allen auch mit meinen Roco WLANMäusen zusammen arbeitet.

Da ich, wie in einem anderen Thread schon erläutert, nur noch mit DCC fahre, ist die Z21 zusammen mit den "Maushandreglern" die ideale Zentrale, da es eine reine Blackbox ist und irgendwo unter der Anlage montiert werden kann.

Die Z21 wird auch von iTrain hervorragend unterstützt und iTrain Pro unterstützt auch mehrere Zentralen, so dass man zum melden und Schalten weiterhin das bewährte und äusserst zuverlässige Selectrix verwenden kann mit einem SX-Interface oder einer SX Zentrale (z.B. ZS2 (Motherboard allein genügt), FCC, usw.). Ich habe es ausführlich getestet zusammen mit einer FCC und einer ZS2. Wichtig ist, dass man nur Belegtmelder mit galvanischer Trennung verwendet (Optokoppler). Die einfacheren Melder funktionieren nur mit Selectrixzentralen einwandfrei, die die SX-Norm 100%ig einhalten (z.B. die ZS2). Zuverlässiger sind aber auch da die galvanisch getrennten Belegtmelder! Den grössten Teil meiner Melder habe ich schon ausgewechselt.

Für grössere Anlagen muss man beachten, dass die Z21 weniger Leistung liefert als z.B. die ZS2 von Stärz. Es sind also für Anlagen ab mittlerer Grösse Booster notwendig und zur Z21 passen nur die Booster von Roco (was ja sinnvoll und verständlich ist). Allfällige Booster von Selectrixsystemen können nicht mehr verwendet werden. Trotzdem bin ich nicht ganz abgeneigt, mit der Zeit auch an der Anlage die Z21 von Roco zu verwenden, weil da die Verwendung der WLANMäuse ohne den PC und iTrain für mich noch wichtiger sind als beim Testkreis, weil der Anlagenraum doch etwas speziell ist und eigentlich aus einem Raum mit einer tragenden Trennwand in der Mitte besteht, auf einer Seite mit einer niedrigen Öffnung unter der Treppe, auf der anderen Seite mit einem Durchgang auf Raumhöhe. Für Testfahrten im hinteren Bereich (Schattenbahnhof usw.) sind die WLANMäuse das ideale Hilfsmittel. Darauf könnte ich verzichten, wenn vielleicht Stärz einmal eine WLANMaus-Unterstützung bringen würde. Ich habe jedenfalls den Wunsch einmal bei Stärz platziert. Wenn iTrain Softwaremässig das kann, warum nicht auch Stärz Hardwareseitig. Ein WLAN-Modul mit etwas Software sollte reichen, da die Anbindung ja über übliche IPs, Passwort usw. über das HausWlan erfolgt.

Zur Z21 wird ein TP-Link-Wlan-"Sender" mitgeliefert. So kann man mit der Z21, dem TP-Link und einer WLANMaus auch problemlos ohne Haus-WLAN Züge steuern, wenn man temporäre Anlagen z.B. mit Trix-C Bettungsgleis aufbaut, was bei mir gelegentlich an HELIS-Treffen der Fall ist.

Mit DCC Fahren überzeugt mich eigentlich erst, seit iTrain das Fahren mit Positionen eingeführt hat. Bei Fahren mit Positionen gibt man in einem Block, der aus Einem bis x-Meldern bestehen kann, nur die Punkte in cm ab Beginn des Blockes an, wo der Zug mit dem Bremsen beginnen soll und wo er Anhalten soll. Den Rest berechnet iTrain perfekt und korrigiert bei der Verwendung mehrere Melder laufend die Berechnung, so dass jede Lok, die gut eingemessen ist, +- 5mm genau zum stehen kommt. So sind die bekannten Nachteile von DCC, wenn viele Befehle gleichzeitig bearbeitet werden sollten, zu vernachlässigen. Kein Zug fährt mehr zu weit, wie das nach der früheren Methode jeweils leider der Fall war. Auch wenn man die heutigen Lichtfunktionen von Loks (z.B. von Roco) voll nutzen will, kommt man nicht um DCC herum, weil SX dann mit den zusätzlichen Adressen für die Funktionen schnell ans Adressenlimit kommt. Auch schätze ich an DCC, dass man bis zu 9999 Lok-Adressen nutzen kann. So bekommen H0m-RhB Loks die 3-stellige Adresse der auf der Lok gross aufgeruckten Loknummer, die H0-Loks jeweils die letzten 4 Ziffern der Loknummer. Wenn die erste Ziffer eine 0 ist, wird diese durch eine 1 ersetzt, da drei-stellige Nummern für H0m reserviert sind. Dieses System bewährt sich bis jetzt sehr gut.

Für das Schalten und Melden bleibt hingegen Selectrix nach wie vor das geeignetste, sicherste, zuverlässigste und beste System, wenn man eine zuverlässig funktionierende Anlage will.

Freundliche Grüsse

Gian
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Re: Fahren mit DCC (Roco Z21) und Melden/Schalten mit SX (ZS2 oder FCC)

Beitrag von GianB » 13. Mai 2019, 17:47

Aktualisierung

Nach gewissen Erfahrungen mit der FCC beim Fahren unter DCC (Belegtmelder ohne galvanische Trennung funktionieren nicht mehr zuverlässig) habe ich mich entschieden, ab sofort an den Testkreisen wieder die bewährte ZS2 allein zu nutzen (Fahren mit DCC, Melden & Schalten mit Selectrix). Die FCC nutze ich nur noch zum Programmieren der Stärz-Module zusammen mit dem Stärz Programmer (Softwarelösung). Die FCC-Probleme wurden auch von Norbert vor kurzem im Forum bestätigt.

Die Z21 habe ich ja eigentlich gekauft, um meine mobilen Gleisaufbauten mit Trix-C bzw. Tillig H0m-Bettungsgleis an den Helistreffen zusammen mit den Roco WLAN- und Multimäusen zu nutzen (ohne Einsatz von iTrain), zusammen mit dem mitgelieferten TP-WLAN-Modul. Das funktioniert gut und zuverlässig.

Freundliche Grüsse

Gian
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Re: Fahren mit DCC (Roco Z21) und Melden/Schalten mit SX (ZS2 oder FCC)

Beitrag von schnorpser » 14. Mai 2019, 12:29

Hallo Gian,
GianB hat geschrieben:
13. Mai 2019, 17:47
Die FCC-Probleme wurden auch von Norbert vor kurzem im Forum bestätigt.
Habe meinen Beitrag konkretisiert: viewtopic.php?p=1263#p1263
Die Probleme betreffen ältere Module, die die SX2-Buserweiterung der FCC nicht kennen und deshalb "Datensalat" veranstalten. Mit aktiver SX2-Buserweiterung spinnen betreffende Altmodule auch an einer ZS2 - es geht also nicht um die Zentrale, sondern die Inkompatibilität der Altmodule mit der SX2-Buserweiterung. Diese Module stammen aus einer Zeit, wo an die SX2-Buserweiterung noch nicht zu denken war, es die Entwickler von damals also auch nicht auf dem Schirm hatten, ihre Busverarbeitung hiergegen abzusichern.
GianB hat geschrieben:
13. Mai 2019, 17:47
Nach gewissen Erfahrungen mit der FCC beim Fahren unter DCC (Belegtmelder ohne galvanische Trennung funktionieren nicht mehr zuverlässig) habe ich mich entschieden, ab sofort an den Testkreisen wieder die bewährte ZS2 allein zu nutzen (Fahren mit DCC, Melden & Schalten mit Selectrix).
Wie gesagt, hat man bereits GBM ohne galv. Trennung, hilft es, die SX-Busmassen der "Fahrzentrale" und der "Schalt-/Meldezentrale" miteinander zu verbinden. Somit haben wir im Verein GBMs von Müt (8...10 Stück), Stärz (1 Stück) und mir selbst (4...6 Stück) alle ohne galv. Trennung im Einsatz und keine Falschmeldungen. Genaue Stückzahlen habe ich eben nicht im Kopf ;)


Viele Grüße
SX1-Norbert
Admin Forum MEC Arnsdorf
Selbstbauelektronik für SX: http://www.norbert-martsch.de
Hardware: CC2000 (mit/ohne Update-Chip), FCC, RMX, MC2004, versch. Interfaces & Decoder sowie Encoder, Selbstbauelektronik, vorrangig D&H Lokdecoder, Software: TC, RocRail, MoBa in H0 und N

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