Welche Zentrale für den Mischbetrieb?!!

Das Herz eines Selectrix-Digitalsystems: Die Zentrale. Egal ob reine SX-Zentrale oder SX-Multiprotokoll - hier sind Diskussionen rund um diese Geräte richtig.
Antworten
Trainyblue
Beiträge: 5
Registriert: 10. Oktober 2013, 14:25
Wohnort: 46325 Borken

Welche Zentrale für den Mischbetrieb?!!

Beitrag von Trainyblue » 15. Oktober 2013, 13:52

Hallo Zusammen

Ich denke mal dieses Thema gehört hier hin......

Nach den gesichteten Beiträgen, werde ich mir eine neue Zentrale für einen Mischbetrieb zulegen.
Die Gleisbox von Trix (MS1) wird wohl den neuen Anforderungen nicht gerecht....

Ich habe mir alle Beiträge hier im Forum Zentralen durchgelesen:

Danach kommen für einen Mischbetrieb (SX1, SX2, DCC) nur drei Zentralen in Frage:

a) FCC
b) Rautenhaus
c) Stärz ZS2

Habe ich eine vergessen?

Welche könnt ihr empfehlen. Die Beiträge von Gian (forelle) habe ich sehr genau gelesen. Er ist von den Stärz Produkten überzeugt. ;)
Die Zentrale (Motherboard) ZS2 ist jedoch teuerer als die FCC. Sind den die mitgelieferten Programme für die FCC für die Programmierung der Module, Lok-Dekoder und Belegtmelder genauso gut, wie die Programme von Stärz?

Was mir an Stärz nicht gefällt ist, dass die Programme für die Programmierung anderer Dekoder anderer Firmen nicht geeignet ist. Im Umkehrschluß heißt dies, dass hier die Firma Stärz ein besonderes Protokoll benutzt, was nicht dem SX Protokoll entspricht oder? So wie bei Rautenhaus dies auch der Fall ist??

Beides finde ich äußerst contraproduktiv. Ich möchte wenn möglich auch gute gebrauchte Ware von Selectrix kaufen und diese in meine Moba einbauen und steuern können. Dies kommt glaub meinem Geldbeutel äußerst gelegen! D.h. ich möchte mich beim Kauf einer guten Zentrale nicht gleich auf eine Produktreihe festlegen, so dass ich gezwungen bin, die Belegtmelder und Funktionsdekoder..... von der Firma zu kaufen!

Also die STärz Zentrale mit seinem Softwareprogramm kann keine andere Belegtmelder oder Funktionsdekoder programmieren. Das finde ich nervig. Ich habe keine Lust mit 2 - 3 Software Programmen herumzuhandtieren....

So wie bei ESU. Die neuen micro 4.0 können zwar mit SX1 oder SX2 gesteuert werden, aber können selbst nur in DCC programmiert werden. Und wie sollte es anders sein, die Software von ESU ist hier besonders geeignet und macht das Programmieren von CV`s besonders einfach. Andere Software können dies nicht....

Also es wäre schön, wenn ihr mehr so wie es Gian bereits getan hat, mal zur FCC oder zur Rautenhauszentrale Stellung nehmt. Vielleicht habe ich auch eine Zentrale übersehen?

Gruß

Andreas

Benutzeravatar
GianB
Beiträge: 323
Registriert: 13. Dezember 2011, 12:19

Re: Welche Zentrale für den Mischbetrieb?!!

Beitrag von GianB » 15. Oktober 2013, 19:58

Hallo Andreas,
Trainyblue hat geschrieben:Danach kommen für einen Mischbetrieb (SX1, SX2, DCC) nur drei Zentralen in Frage:

a) FCC
b) Rautenhaus
c) Stärz ZS2

Habe ich eine vergessen?
Die ECOS von ESU kann auch Selectrix fahren, kennt jedoch den genialen SX-BUS zum Melden und Schalten nicht. Für eine mit dem PC gesteuerte Anlage ist die ECOS für mich jedoch zu luxuriös.
Trainyblue hat geschrieben:Die Beiträge von Gian (forelle) habe ich sehr genau gelesen. Er ist von den Stärz Produkten überzeugt. ;)
Das ist richtig, habe ich doch mit den Rautenhaus SLX8xx und der FCC meine Erfahrungen gemacht. Meine damaligen 3 Rautenhauszentralen (2xSLX850, 1xSLX850AD) habe ich längst entsorgt, zusammen mit den vielen Rautenhaus Besetztmelder, Funktionsdecoder, Booster usw. (damals mangelhafte Kurzschlusssicherung, lausige Qualität wie kalte Lötstellen, usw.).
Die FCC wäre eine gute Zentrale, wenn sie wenigstens 3A Leistung hätte und auf das Polling verzichten würde. Polling heisst, dass die Steuerungssoftware ständig die Zustände aller SX-Komponenten abfragen muss. Intelligente Zentralen wie die von MüT, Stärz aber auch Rautenhaus benötigen das Polling nicht, d.h. die Verbindung zwischen PC und Zentrale und der PC selber brauchen weniger zu arbeiten.
Trainyblue hat geschrieben:Die Zentrale (Motherboard) ZS2 ist jedoch teuerer als die FCC. Sind den die mitgelieferten Programme für die FCC für die Programmierung der Module, Lok-Dekoder und Belegtmelder genauso gut, wie die Programme von Stärz?
Die mitgelieferten Programme sind Geschacksache. Ich verwende das FCC-Programm auch an der FCC nicht. Hingegen verwende ich die D&H Programme zum Updaten von D&H Lokdecodern, was auch der Grund für die Anschaffung der FCC war.
Trainyblue hat geschrieben:Was mir an Stärz nicht gefällt ist, dass die Programme für die Programmierung anderer Dekoder anderer Firmen nicht geeignet ist. Im Umkehrschluß heißt dies, dass hier die Firma Stärz ein besonderes Protokoll benutzt, was nicht dem SX Protokoll entspricht oder? So wie bei Rautenhaus dies auch der Fall ist??
Das stimmt so nicht. Stärz hält sich genau an die Vorgaben der SX-Norm. Die Stärz-Besetztmelder und Weichendecoder haben jedoch wichtige, zusätzliche Einstellmöglichkeiten als andere SX-Produkte, z.B. separate Einstellung der Verzögerungen pro Anschluss bei Besetztmeldern, jeder Weichenanschluss separat konfigurierbar (Impuls, Impulslänge, Dauerstrom usw.). Das bedingt auch die dafür angepasste Software der Zentralenhersteller, damit es auch einfach bleibt. Dasselbe gilt auch für das entsprechende Programm von Rautenhaus.
Trainyblue hat geschrieben:Beides finde ich äußerst contraproduktiv. Ich möchte wenn möglich auch gute gebrauchte Ware von Selectrix kaufen und diese in meine Moba einbauen und steuern können. Dies kommt glaub meinem Geldbeutel äußerst gelegen!
Leider werden von Trix schon lange keine Module mehr angeboten und von den heute auf Flohmärkten angebotenen Modulen würde ich die Hände lassen, weil man mit diesen garantiert Aerger bekommen wird, weil sie zu den heutigen Systemen leider einfach nicht mehr genügend kompatibel sind. So habe ich meine beiden letzten Original-Trix Besetztmelder vor kurzem entsorgt, weil sie von der Firmware her nicht mehr up to date waren. Es lohnt sich auch bei Selectrix nicht, verschiedene Hersteller zu mischen. Man soll sich für einen Hersteller entscheiden und dann dabei bleiben und wenn es nötig wird, das ganze System zu wechseln (bei mir war das der Wechsel von Rautenhaus zu Stärz).
Trainyblue hat geschrieben:Ich möchte mich beim Kauf einer guten Zentrale nicht gleich auf eine Produktreihe festlegen, so dass ich gezwungen bin, die Belegtmelder und Funktionsdekoder..... von der Firma zu kaufen!
Diesen Gedankenfehler habe ich bis 2007 einige Male bereut. Heute bin ich geheilt ;).
Trainyblue hat geschrieben:Also die STärz Zentrale mit seinem Softwareprogramm kann keine andere Belegtmelder oder Funktionsdekoder programmieren. Das finde ich nervig.
Das ist eine Falschaussage. Mit der Stärz-Zentrale kann alle SX-Produkte programmieren, das ist überhaupt kein Problem! Selbstverständlich stellt Stärz eine Software für die erleichterte Programmierung nur für seine Produkte zur Verfügung, genau so wie es alle anderen Hersteller auch machen. Das ist auch gut so.
Trainyblue hat geschrieben:So wie bei ESU. Die neuen micro 4.0 können zwar mit SX1 oder SX2 gesteuert werden, aber können selbst nur in DCC programmiert werden. Und wie sollte es anders sein, die Software von ESU ist hier besonders geeignet und macht das Programmieren von CV`s besonders einfach. Andere Software können dies nicht....
Das stimmt so nicht. So habe ich heute einige Einstellungen an meinem neuen Trix-Soundkrokodil mit DCC-Sounddecoder mit dem Stärz-Programmer geändert. Auch ESU-Lopi4 Decoder kann man damit problemlos einstellen, nur nicht so elegant wie mit dem ESU-Lokprogrammer. Dass man ESU Lopi mit DCC-CVs einstellen muss, auch wenn man SX1 fährt, ist kein Nachteil. Auch die neuen Multiprotokolldecoder von D&H Decoder lassen sich mit DCC-CVs noch feiner einstellen, was dann auch beim Fahren mit SX1 von Vorteil sein kann (nicht muss, mir reichen die SX1 Einstellmöglichkeiten).

Ich fahre nur Loks mit Sounddecodern im DCC Format, weil diese nur so fertig angeboten werden. Sound ist mir allerdings nicht wichtig und mein Bedarf ist nun gedeckt (4 H0-Modelle, 1 H0m Modell), weil mich Sound ehrlicherweise nervt. Nur mit sehr stark reduzierter Lautstärke kann ich Diesen ein bis zwei Runden geniessen, dann wird er abgeschaltet. Kaum vorstellbar, wenn alle meine gleichzeitig verkehrenden Züge mit Sound fahren würden (aktuell über 14 Züge) - dann müsste ich Oropax in die Ohren stopfen :(. Abgesehen davon fahren meine SX1-Loks wesentlich feiner als die DCC-Soundloks. Nur die Lopi4 Decoder können mit SX1 verglichen werden.
Trainyblue hat geschrieben:.....mal zur FCC oder zur Rautenhauszentrale Stellung nehmt.
Was ich nun mit meinem Beitrag gemacht habe. Die RH SLX9xx habe ich bewusst weggelassen, weil das für mich keine Selectrixzentrale mehr ist - da würde ich dann vorher die ESU Zentrale kaufen und den SX-Schalt- und Meldebus via Stärz-BUS-Interface an den PC anschliessen und nutzen. iTrain hat damit keine Probleme.

Warum verwende ich seit 2007 (ab 2009 auch noch die Stärz Zentralen ZS2) nur noch Stärz Produkte?
Weil das Preisleistungsverhältnis einfach stimmt
Weil ich seit 2007 noch keinen einzigen Ausfall hatte (anders als 2005-2007 mit RH)
Weil ich keinen Goldesel besitze und als Rentner erst recht auf die Finanzen schauen muss
Weil der Support durch den Hersteller vorbildlich ist (wenn man ihn überhaupt einmal braucht)
Weil wenn alles aus einer Hand der Hersteller die Schuld bei allfälligen Problemen nicht auf den Konkurrenten abschieben kann (bei anderen Herstellern, auch RH, selber erlebt)

Wichtig zu wissen, ich empfehle Stärz nur, weil ich damit seit 2007 nur allerbeste Erfahrungen gemacht habe und ich seit 2009 (Zentrale ZS2) nie mehr darüber nachgedacht habe, das System oder die Marke zu wechseln, weil es schlicht keinen Grund mehr dazu gegeben hat. Wäre allerdings im Sommer 2009 die Stärz ZS2 nicht gekommen, hätte ich mir eine 2. MüT-Zentrale gekauft und ich würde heute meine Anlage mit 2x MüT und Stärz-Modulen und reinem SX1 fahren. Am PC angeschlossen lässt sich die Anlage mit MüT und iTrain genau so gut steuern wie mit der Stärz ZS2. Ich oute mich gerne als Stärz und MüT Fan, nur ist MüT in einer etwas anderen Preisklasse aber ebenfalls erstklassig. Natürlich sind Zentralen auch Geschmackssache was Design usw. betrifft. Wichtig sind jedoch vor allem die inneren Werte und die Ergonomie - letzteres ist Stärz besonders gut gelungen.

Freundliche Grüsse

Gian


NB: Mit meinen Äusserungen habe ich nicht gesagt, dass andere Zentralen nichts taugen. Für mich gab es aber gewichtige Gründe, auf Stärz (Müt und etwas MTTM) zu setzen.
Win 10 Pro 64bit 1903 Build 18362.418
Chrome 77.0.3865.120 64bit
iTrain 5.0.0-b119 Pro 64bit (Beta)
Open-JAVA 13.0.0.33 x64
Stärz ZS2 (DCC Fahren, Melden/Schalten mit SX-BUS)
ROCO WlanMaus+Multimaus
WebSite
(rev. 16.10.2019)

gorischek
Beiträge: 16
Registriert: 13. Dezember 2011, 13:31

Re: Welche Zentrale für den Mischbetrieb?!!

Beitrag von gorischek » 19. Oktober 2013, 11:21

Hi,

ich habe die FCC im Einsatz und bin damit sehr zufrieden. Warum ich mich dafür entschieden habe? RH und MÜT haben sich gegen SX2 und für eigene Lösungen entschieden. Finde ich schade, da beide Firmen gute Produkte haben, aber gut...
Letztendlich bleib für mich die Wahl zwischen FCC und Stärz. Da ich aber keine Bedienoberfläche für die Zentrale wollte (benutze Handegler) und ich gleichzeitig eine günstige FCC bekommen konnte war die Entscheidung klar.
Qualititiv kannst du mMn bei keinem der 4 Hersteller was falsch machen. Ich habe im Zusammenhang mit andere Komponenten mit allen nur gute Erfahrungen gemacht! Auch die Unterstützung ist bei allen 4 Firmen vorbildlich. Letztendlich bleibt es wahrscheinlich eine Geschmacksache mit was du glücklich bist. Die von Gian angesprochene Leistungseinschränkung der FCC hat mich bis heute nicht gestört. Liegt aber vielleicht an meiner großzügigen DImensionierung der Anlage/Booster. Und das Pooling stört mich dank USB-Anschluss auch nicht. EIne dadurch reduzierte Rechenleistung konnte ich bisher nicht bemerken.
Bezüglich Anschluss von Modulen: Ich habe sowohl Module von Trix, Stärz, MÜT, Rautenhaus und Norbert Martsch im Einsatz. Wenn nicht in letzter Zeit ein Trix-Modul zum "spinnen" anfangen würde (vergisst die Programmierung) gäbe es keine Probleme. Aufzupasen ist nur, wenn man SX1 und SX2 paralell betreibt. Da kommen alte Module (in meinem Fall ein Interface von MTTM) nicht mit. Liegt dort aber an der Programmierung des Moduls.
Die mit der FCC mitgelieferte Software habe ich nur kurz getestet und bin dann auf RocRail umgestiegen. Für Programmieraufgaben ist sie aber brauchbar, obwohl ich auch dafür in letzter Zeit die D&H-Software nutze (ist für mein Gefühl benutzerfreundlicher.) Natürlich liefert jeder Hersteller eine für seine Module optimerte Software, letztendlich kannst du aber Dank einheitlichem SX-Bus jeds Modul mit jeder brauchbaren Software programmieren (hatte bisher zumindest noch nie was anderes erlebt). Ich verwende dafür gerne einen "stinknormalen" SX-Bus-Monitor.

Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen.

lg Michi

Benutzeravatar
GianB
Beiträge: 323
Registriert: 13. Dezember 2011, 12:19

Re: Welche Zentrale für den Mischbetrieb?!!

Beitrag von GianB » 19. Oktober 2013, 20:35

Hallo Michi,

Vielen Dank für Deinen Bericht, dem ich grösstenteils zustimmen kann.
gorischek hat geschrieben:Und das Pooling stört mich dank USB-Anschluss auch nicht. EIne dadurch reduzierte Rechenleistung konnte ich bisher nicht bemerken.
Zu bemerken ist, dass es sich nicht um einen "echten" USB-Anschluss handelt (sparen von Lizenzabgaben), sondern um einen auf dem Motherboard integrierten FTDI-USB/Seriell-Adapter, also kein Unterschied zum seriellen MüT, Stärz usw. Anschluss mit angeschraubtem Seriel-USB Adapter darstellt. Auch hat das Polling nichts mit der Schnittstelle zu tun, so war das alte Trix-Interface ebenfalls ein "Polling-System", mit serieller Schnittstelle. Allerdings muss die Baudrate wegen dem Polling so hoch sein, um dieselbe Leistung wie bei den anderen Zentralen zu erreichen. Ob das Sinn macht ist jedoch eine andere Frage. Eigentlich sollten die Zentralenhersteller heute auf die veralteten seriellen und USB-Schnittstellen verzichten und die bei einigen DCC-Zenralen bewährte und moderne Eternet-Schnittstelle einbauen. Mir bleibt es ein Rätsel, warum D&H für die FCC nicht auf Polling verzichtet hat.

Persönlich finde ich es gut, dass MüT und Stärz mit der ZS1 auf das reine SX1-Format setzt. Braucht man aus bestimmten Gründen (z.B. Modelle nur mit DCC-Decoder) auch DCC, dann sehe ich die Stärz ZS2 und die MTTM FCC als vorzuziehende Zenralen. Nach wie vor und für immer fahre ich meine Modelle jedoch im SX1 Format, weil es nach wie vor unerreicht ist was die Einfacheit der Decoderprogrammierung und der Fahreigenschaften betrifft. Nur meine sehr wenigen Soundmodelle betreibe ich mit DCC und meine beiden Modelle mit Lopi4 Decoder (1x mit Next18 Schnittstelle) fahre ich mit SX1 und programmiere sie mit DCC CVs. Was da SX2 noch soll, sehe ich leider nicht ganz klar.
gorischek hat geschrieben:Bezüglich Anschluss von Modulen: Ich habe sowohl Module von Trix, Stärz, MÜT, Rautenhaus und Norbert Martsch im Einsatz.
Ich habe/hatte Module von Trix, MüT, Rautenhaus und Stärz im Einsatz. Gut harmonierten jedoch nur die Module von Stärz und MüT miteinander. Trix-Melder, die ich aus Nostalgiegründen im H0m-Teil eingebaut hatte, machten leider Probleme weil vermutlich die elektronischen Werte nicht mehr mit den modernen Bausteinen von MüT und Stärz zurecht gekommen sind. Mittlerweile habe ich diese Module entfernt und alles ist bestens.
Beim Gleis-Übergang von MüT- und Stärz Meldern gab und gibt es keinerlei Probleme, anders war das bei Rautenhaus- und Stärz/MüT Modulen. Wenn eine Lok oder ein Wagen die Trennstelle überbrückte, erlosch die Besetztmeldung beim Rautenhaus-Melder (wenn ich mich noch richtig erinnere). Grund dürfte sein, dass Stärz und MüT-Melder Widerstände bis 20 kOhm (z.B. Roco-Meldeachsen mit 18kOhm) sauber melden, Rautenhaus (zumindest bis 2009) jedoch nur bis etwa 10kOhm sauber melden. Wenn man z.B. in einem 2achsigen Güterwagen 2 Meldeachsen a 18kOhm einbaute, dann wurde dieser Wagen auch von Rautenhaus gemeldet, mit einer Achse jedoch nicht.

Darum bleibe ich bei meiner Empfehlung, alle Module vom gleichen Hersteller zu beziehen, damit es garantiert zu keinen Problemen kommt. Das war schon bei meinen DCC-Abenteuern so (bis 1995 und von 2001-2004) und gilt auch für das genormte SX System genau so. Was nützt mir eine Norm, wenn es trotz Norm Probleme gibt.
gorischek hat geschrieben:Natürlich liefert jeder Hersteller eine für seine Module optimerte Software, letztendlich kannst du aber Dank einheitlichem SX-Bus jedes Modul mit jeder brauchbaren Software programmieren (hatte bisher zumindest noch nie was anderes erlebt). Ich verwende dafür gerne einen "stinknormalen" SX-Bus-Monitor.
Genau so ist es :). Darum verwende ich auch immer noch sehr gerne meine "alten" blauen Trix Handregler, nur brauche ich dann zum ausnutzen aller Features der Module das jeweilige Handbuch, was mit der auf die Module abgestimmten Software nicht notwendig ist. Wenn man aber nur die Adresse eines Moduls ändern will (der häufigste Grund zum Programmieren), dann mache ich das am schnellsten mit meiner bei der Werkbank fest montierten Trix CC2000 Zentrale aus dem Jahr 1995 und dem blauen Trix-Handregler. Um z.B. die Adresse eines bereits eingebautes Moduls zu ändern, stecke ich das SX1-BUS-Kabel von der Trix CC2000 in die eine SX-Buchse des Moduls und den Handregler in den anderen Anschluss, natürlich immer bei komplett stromloser Zentrale! Dann Stromversorgung der Zentrale einschalten und Modul programmieren. Die vielen anderen Parameter stellt man einmal ein und muss sie nachher kaum mehr ändern. Wenn man an Modulen etwas umprogrammieren will, sollte man das betroffende Modul vom Anlagenbus abtrennen und einzeln programmieren, auch wenn es in 99,9% aller Fälle auch am Anlagenbus keine Probleme geben wird. Aber 0,1% sind mir zu viel.

Letztendlich bleibt eine Zentralenwahl, aber auch die Wahl der Steuersoftware, immer eine persönliche Wahl und jeder muss seine Prioritäten selber festlegen. Ob man richtig gewählt hat, zeigt sich dann nach ein paar Jahren (darum auch meine viele Systemwechsel bis Anfang 2005. Seither bin ich mit Selectrix SX1 glücklich und zufrieden. Der Rest sollte bekannt sein ;).

Freundliche Grüsse

Gian
Win 10 Pro 64bit 1903 Build 18362.418
Chrome 77.0.3865.120 64bit
iTrain 5.0.0-b119 Pro 64bit (Beta)
Open-JAVA 13.0.0.33 x64
Stärz ZS2 (DCC Fahren, Melden/Schalten mit SX-BUS)
ROCO WlanMaus+Multimaus
WebSite
(rev. 16.10.2019)

Trainyblue
Beiträge: 5
Registriert: 10. Oktober 2013, 14:25
Wohnort: 46325 Borken

Re: Welche Zentrale für den Mischbetrieb?!!

Beitrag von Trainyblue » 21. Oktober 2013, 14:55

Danke für Eure Hilfe / Beiträge.
War am Wochenende unterwegs und konnte nicht gleich antworten...

Werde Euch berichten welche Zentrale ich mir geholt habe.

Gruß

Andreas

NBlau
Beiträge: 87
Registriert: 13. Dezember 2011, 16:20
Wohnort: Umgebung Cottbus

Re: Welche Zentrale für den Mischbetrieb?!!

Beitrag von NBlau » 9. Januar 2014, 23:31

Hallo Andreas,

derzeit stehe ich auch vor der Wahl, mir zusätzlich die FCC oder die ZS2 von Stärz anzuschaffen.
Bei der ZS2 spricht dagegen, dass Herr Freiwald mit TC die nicht unterstützt und das zukünftig auch
nicht absehbar scheint. Ich besitze zwar neben TC auch Itrain, möchte aber bzgl. Software erstmal
zweigleisig fahren.

Die Einwände von Gian zur FCC bzgl. Polling und angeblich zu geringer Leistung habe ich zur Kenntnis
genommen. Norbert und auch der Beitrag von Michi habe mich da allerdings etwas beruhigt.

Welche Zentrale hast Du denn nun gewählt ? Wie sehen die bisherigen Erfahrungen damit aus ?


Gruß

Rainer
Testanlage: 2,5 m x 1,20 m
Spur N
Zentrale: RMX 950
SX-Bausteine: Stärz, N. Martsch, MTTM und MDVR
Software: TC 8.0 Gold und iTrain 3.0.1
MOBA-PC: Laptop Windows 7 Pro 64Bit, stationärer Moba-PC mit WIN XP
Handregler: ASUS Tablet mit TC-Smarthand-Steuerung

Antworten